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Gelungener Faust - Theaterkritik der Zeitungen

2016.11.03 20 35 13   DSCN3878Johann Wolfgang von Goethes „Faust“ in weniger als 90 Minuten? Geht nicht? Doch, das geht. Wenn man das ausufernde Opus mit so viel Fingerspitzengefühl und Herzblut eindampft, wie es Festspiel-Intendant Daniel Leistner bei seiner auffallend ambitionierten Pegnitzer „Digest-Fassung“ getan hat.

Geht es nach dem Festspiel-Intendanten und Regisseur, dann verwandelt sich der Schlossberg wie berichtet im nächsten Jahr in ein großes Freilichttheater-Areal, in dem es neben dem „Faust“ als Dauereinrichtung noch andere Werke des Theaterkanons in „volksnahen“ Versionen geben soll.

Daniel Leistner, der in der aus Kronach nach Pegnitz „importierten“ Inszenierung Regie führte und auch die Hauptrolle übernommen hat, gab in der alten Turnhalle des Gymnasiums trotz sehr beengter Verhältnisse eine nachgerade beeindruckende Visitenkarte seines Theaterschaffens ab.

Es ist wohl das bedeutenste Werk der deutschen Literatur: Faust von Johann Wolfgang von Goethe. Festspiel-Intendant Daniel Leistner, der selbst die Hauptrolle einnahm, schaffte es mit seinem Stück, das Publikum in der Turnhalle des Gymnasiums zu begeistern.

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Temporeiche und bunte Faust-Deutung in Pegnitz - Kurzkritik zur Premiere

DSCN3838a„Habe nun, ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie durchaus studiert, mit heißem Bemüh’n. Da steh’ ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor“: Unsterbliche Verse aus der Feder Johann Wolfgang von Goethes, die gestern Abend im Rahmen einer anderthalbstündigen Faust-Kurzfassung in der rappelvollen alten Turnhalle des Gymnasiums Pegnitz erklangen und einen Vorgeschmack auf die für das nächste Jahr geplanten Aktivitäten der Faust-Festspiele Pegnitz gaben. Wie berichtet soll sich der Schlossberg 2017 in ein Freilichttheater-Gelände verwandeln. Hier will Festspiel-Intendant Daniel Leistner Werke der Weltliteratur nicht nur von Goethe auf die Open-Air-Bühne bringen — „in verständlichen, volksnahen, zeitgemäßen und extrem unterhaltsamen Fassungen“, wie er verspricht. Die abendfüllende „Vorschau“ mit dem „Faust“ im Gymnasium Pegnitz geriet Leistner bunt und temporeich. Vielleicht nicht der schlechteste Weg, „Klassiker“ für ein heutiges Publikum griffig neu zu fassen und so wieder zu beleben. © hvd/Hans von Draminski/nordbayern.de / Foto: Saß

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