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Die Faust-Festspiele starten durch

Die neu gewählte Zweite Vorsitzende Sigrid Murr mit Intendant Daniel Leistner (links) und Erstem Vorsitzenden Uwe Vogel

Etwas mehr als zwei jahre bestehen die Faust-Festspiele als eingetragener Verein in Pegnitz. Bei der ersten Mitgliederversammlung zog der Vorsitzende Uwe Vogel ein positives Resümee dieser ereignisreichen Jahre.

Haupttätigkeit des Vereins ist natürlich die Organisation und Durchführung der Faust-Festspiele Pegnitz auf dem Schloßberg. Nach der Gründung im Herbst 2016 gab es für die Pegnitzer einen Vorgeschmack auf das, was sich die Macher Uwe Vogel und Daniel Leistner für die Pegnitzer Festspiele überlegt hatten. Goethes "Faust" wurde in einer komprimierten und dadurch gut verständlichen Fassung im Gymnasium präsentiert - und das Publikum zeigte sich sehr angetan. Auf dem Weg zur ersten Freilichtsaison im drauffolgenden Jahr gab es dann aber einige unerwartete Probleme und Widrigkeiten zu meistern. Rund 4000 Besucher kamen dann aber, als es im Juli 2017 dann endlich losgehen konnte, auf ihre Kosten, trotz des ganz und gar nicht freundlichen Wetters während fast der gesammten Spielzeit.

Eine Steigerung des Zuschauerzuspruchs gab es dann 2018. Diesmal wurden neben "Faust I" auch die Tragödie "Hamlet - Prinz von Dänemark" und die schrille Sommerkomödie "In der Hölle wird gescheuert" gezeigt. Zum Abschluss des Festspieljahres entstand dann aus einer spontanen Idee heraus die "Werkbühne Pegnitz", ein Studiobühnenableger der Festspiele. In der ASV-Sportgaststätte sorgte die Komödie "Frühere Verhältnisse" für viele Lachanfälle bei den Besuchern.

Im kommenden Jahr setzt Intendant Daniel Leistner auf bekannte Klassiker. Neben dem Namensgeber der Festspiele, dem "Faust", kommt eines der bekanntesten Theaterstücke von Heinrich von Kleist zur Aufführung: "Der zerbrochne Krug". Romantisch, aber auch lustig, geht es bei "Leonce und Lena - Zwei Königskinder auf der Flucht" zu. Für die jüngeren Festspielgäste gibt es an zwei Nachmittagen im Juli das Kinder-Mitmach-Stück "Prinz Kräutertee". Zur Pemiere des "Faust" hat sich für den 21. Juli der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder angekündigt.

Das Festspiel-Team geht zuversichtlich ins dritte Jahr. Kulissen und Kostüme können wieder verwendet werden, was das Budget schont. Der Kartenvorverkauf sei gut angelaufen, so Vogel weiter, Besucher kommen teilweise aus einem 250-Kilometer-Umkreis nach Pegnitz, sagt die Statistik der Kartenagentur. Das Marketing soll gezielt verbessert werden und man erhofft sich noch den einen oder anderen Förderer zu gewinnen.

Nachdem die Aufbauarbeit gut vorangekommen sei, zog sich Karl Lothes vom Posten des Zweiten Vorsitzenden zurück. Mit Sigrid Murr konnte der Faust-Festspiele Pegnitz e.V. eine sehr erfahrene Vereinsmanagerin gewinnen. Sie wird sich nach ihrer einstimmigen Wahl verstärkt der eigentlichen Vereinsarbeit und der Mitgliederbetreuung widmen. Karl Lothes steht dem Verein aber weiterhin beratend zur Seite.