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Johann Wolfgang von Goethe

Johann Wolfgang Goethe wurde am 28. August 1749 als Sohn eines Kaiserlichen Rates in Frankfurt am Main geboren. In Leipzig und Straßburg, wo die Freundschaft mit Herder ihn prägte, studierte er Jura. 1771 bis 1775 lebt er in Frankfurt als angesehener Rechtsanwalt. 1774 brachte ihm der Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“ Weltruhm ein.

Von Joseph Karl Stieler - Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=375657Mit 26 Jahren wurde er von Karl August, dem Herzog des Fürstentums Sachsen-Weimar-Eisenach, nach Weimar gerufen. Ein Jahr später schon saß er im Staatsrat des Herzogtums, wurde 1797 Geheimer Rat - ein Mitglied der Regierung - und nach einer Tätigkeit als Minister von Kaiser Joseph II. 1782 in den Adelsstand erhoben. 1784 entdeckte Goethe bei seinen naturwissenschaftlichen Forschungen den menschlichen Zwischenkieferknochen, der die Verbindung von Mensch und Tierreich belegt.

1786 bis 1788 reiste Goethe nach Italien. 1788 begann er eine Beziehung mit Christiane Vulpius, die 1789 seinen Sohn August zur Welt brachte. 1790 erfolgte die zweite Italienreise. Ab 1791 leitete Goethe 20 Jahre lang das Weimarer Hoftheater. 1794 begann die Freundschaft mit Schiller, die bis zu dessen Tod 1805 währte. Nach langem Zögern schloss Goethe 1806 die Ehe mit Christiane Vulpius. 1808 „Faust“. Erst 1831 vollendete Goethe „Faust II“. Am 22. März 1832 starb Goethe im Alter von 83 Jahren.

Goethe schuf neben Schiller das Muster des klassischen deutschen Dramas. Mit seiner Lyrik eröffnete er der deutschen Sprache ganz neue Aussagemöglichkeiten, und mit dem „Wilhelm Meister“ schuf er das Vorbild für den Bildungsroman des 19. Jahrhunderts. Goethe gilt als der bedeutendste deutsche Epiker, Lyriker und Dramatiker. Darüber hinaus war er Verfasser einer Reihe von biographischen und autobiographischen Schriften, Literatur- und Kunstkritiker und Naturwissenschaftler mit einer beeindruckenden Breite der Forschungsrichtungen von der Mineralogie über die Meteorologie und Botanik bis zur Anatomie.
Foto: Joseph Karl Stieler - Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=375657