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Hamlet, Prinz von Dänemark

HAMLET 240Der König von Dänemark, Prinz Hamlets Vater, ist überraschend verstorben. Und dessen Bruder Claudius, Hamlets Onkel, der neue König, hat direkt nach dem Tod des Vaters Hamlets Mutter geheiratet.

Eines Nachts erscheint Hamlet der Geist seines toten Vaters und bestätigt ihm, was er längst vermutet hat: Sein Vater wurde von Claudius ermordet. Der Geist befiehlt Hamlet, den Mord zu rächen, die Mutter jedoch zu schonen.

Hamlet nimmt nun ein wunderliches Wesen an und verstellt sich. Er spricht scheinbar zusammenhanglose, doppeldeutige Sätze, mit denen er Claudius provoziert. Schatzmeister Polonius erklärt Hamlets seltsames Verhalten damit, dass Hamlet unglücklich in Ophelia verliebt ist, die Tochter von Polonius. Eine reisende Schauspieltruppe gibt Hamlet die Gelegenheit, dem König eine Falle zu stellen. Denn er lässt die Schauspieler ein Stück aufführen, in dem ein König auf die gleiche Weise ermordet wird wie Hamlets Vater. Noch ehe das Stück zu Ende ist, verlässt Claudius die Aufführung.

Nun gibt es für Hamlet keinen Zweifel mehr an der Schuld des Onkels. Dennoch zögert er, den König zu töten. Als Hamlet merkt, dass Claudius ihn überwachen lässt, tötet er den Spitzel und erkennt zu spät, dass es sich um Ophelias Vater, Polonius, handelt. Claudius will Hamlet nun für immer loswerden. Er schickt ihn auf eine diplomatische Mission nach England und lässt ihn durch Vertraute begleiten, die sein Todesurteil bei sich führen. Claudius bittet den englischen König, Hamlet in England hinrichten zu lassen. Doch Hamlet kann den Anschlag vereiteln und kehrt zurück nach Dänemark.

Dort hat Ophelia, die über die Ereignisse wahnsinnig geworden ist, Selbstmord begangen. Ophelias Bruder Laertes fordert Hamlet, den er als Mörder seines Vaters und seiner Schwester sieht, zum Kampf. König Claudius will Laertes nun als Werkzeug benutzen, um Hamlet endgültig zu vernichten. Er lässt die Klinge von Laertes Schwert vergiften und stellt einen Becher mit vergiftetem Wein bereit. Aber während des Duells trinkt die ahnungslose Königin den vergifteten Wein.

Bei dem Kampf wird Hamlet von Laertes leicht verletzt. Doch in der Hitze des Gefechts vertauschen beide die Waffen, und Hamlet verwundet Laertes ebenfalls mit dem vergifteten Schwert. Als die Königin tot zu Boden sinkt und der sterbende Laertes die Intrige des Königs aufdeckt, findet Hamlet - ebenfalls sterbend - endlich die Kraft, Claudius zu töten.

Shakespeares „Hamlet“ ist wohl das berühmteste Theaterstück der Welt. Zumindest das am meisten gespielte. „Hamlet“ ist ein Stück, das auf unterschiedlichsten Ebenen funktioniert. Es ist zugleich Horror- und Geistergeschichte, ein Krimi, in dem ein Mord aufgeklärt wird, ein Verschwörungsthriller und ein philosophisches Werk über Tod, Schuld und Vergebung. Vor allem aber ist es unterhaltsam und niemals langweilig. Es passieren Morde, es erscheinen Geister, es wird gekämpft. Und die komödiantischen Figuren wie der Kämmerer Polonius oder die beiden Totengräber sorgen dafür, dass auch gelacht werden darf.

Mit „Hamlet“ präsentieren die Faust-Festspiele Pegnitz nicht nur das berühmteste Werk Shakespeares, sondern auch das größte, tiefste und umfassendste Theaterstück der Weltlitertur. Spannend und unterhaltsam. Mitreissend, packend und berührend. Theater pur.

Hamlet