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Temporeiche und bunte Faust-Deutung in Pegnitz - Kurzkritik zur Premiere

DSCN3838a„Habe nun, ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie durchaus studiert, mit heißem Bemüh’n. Da steh’ ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor“: Unsterbliche Verse aus der Feder Johann Wolfgang von Goethes, die gestern Abend im Rahmen einer anderthalbstündigen Faust-Kurzfassung in der rappelvollen alten Turnhalle des Gymnasiums Pegnitz erklangen und einen Vorgeschmack auf die für das nächste Jahr geplanten Aktivitäten der Faust-Festspiele Pegnitz gaben. Wie berichtet soll sich der Schlossberg 2017 in ein Freilichttheater-Gelände verwandeln. Hier will Festspiel-Intendant Daniel Leistner Werke der Weltliteratur nicht nur von Goethe auf die Open-Air-Bühne bringen — „in verständlichen, volksnahen, zeitgemäßen und extrem unterhaltsamen Fassungen“, wie er verspricht. Die abendfüllende „Vorschau“ mit dem „Faust“ im Gymnasium Pegnitz geriet Leistner bunt und temporeich. Vielleicht nicht der schlechteste Weg, „Klassiker“ für ein heutiges Publikum griffig neu zu fassen und so wieder zu beleben. © hvd/Hans von Draminski/nordbayern.de / Foto: Saß