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Daniel Leistners Faust-Festspiele

Ausschließlich die größten Klassiker der Weltliteratur - aber immer absolut verständlich, nachvollziehbar und unterhaltsam inszeniert. Volksnah im besten Sinne. Für ein heutiges Publikum bearbeitet und neu übersetzt. Packend und geradlinig erzählt. Und jedes Jahr Goethes „Faust I“ in einer klaren, verständlichen, mitreissenden und volksnahen Fassung. Das war und ist das Konzept von Daniel Leistners „Faust-Festspielen“.

Als Leistner 1995 im Auftrag von Stadt und Landkreis Kronach zusammen mit Freunden aus der freien Theaterszene die „Faust-Festspiele“ ins Leben rief, setzte er von Anfang an bei Konzept und Stückauswahl darauf, Anspruch und Unterhaltung zu verbinden. Obwohl ausschließlich die größten Klassiker der Weltliteratur gespielt wurden, also nur große und bekannte Autoren, waren Leistners Inszenierungen immer volksnah und unterhaltsam. Das heißt, wer einen Shakespeare sehen wollte, hat einen echten und authentischen Shakespeare gesehen. Wer aber nur unterhalten werden wollte, hat einfach ein lustiges und fröhliches Stück gesehen, sich prächtig amüsiert und sich nicht darum kümmern müssen, dass es gerade Shakespeare ist.

Deshalb gab und gibt es bei den „Faust-Festspielen“ neben dem alljährlichen „Faust I“ auch immer eine Komödie - denn das Publikum liebt Komödien. Ins Sommertheater geht man, um einen unterhaltsamen Abend an der frischen Luft zu verbringen. Sommertheater bedeutet, das Leben zu genießen. Und diesen Genuss haben Leistners Festspiele immer geboten. Die „Faust-Festspiele“ präsentieren Unterhaltung pur, aber trotzdem die größten, wichtigsten und berühmtesten Stücke der Weltliteratur. Ein Spagat, der prächtig funktioniert hat und auch weiterhin funktionieren wird.
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Die „Faust-Festspiele“

Goethes „Faust“ gilt als der absolute Literatur- und Theater-Klassiker. Und das war für Daniel Leistner das Hauptargument seine Festspiele „Faust-Festspiele“ zu nennen. Denn Goethes „Faust“ steht für die Klassiker an sich. Der Name „Faust-Festspiele“ ist ein perfekter Titel für ein Theater, das ausschließlich die größten Klassiker der Weltliteratur auf die Bühne bringt. Und dass jedes Jahr - wirklich jedes Jahr - Goethes „Faust I“ aufgeführt wird, ist ein weiteres Highlight und Alleinstellungsmerkmal der Festspiele, mit dem man durchaus überregional werben kann. Denn nur die Stadt der „Faust-Festspiele“ ist die eine Stadt in Deutschland, in der jedes Jahr Goethes „Faust“ aufgeführt wird - Open-Air, in Spielfilmlänge und in einer absolut geradlinigen, unterhaltsamen und vollkommen verständlichen Fassung.

 

Die Presse jedenfalls war von Leistners Idee und Konzept begeistert.

 

„Ist's auch Wahnsinn, was Daniel Leistner da seit 1995 bei den Faust-Festspielen treibt, so hat es doch Methode. Und wie sollte man die theatralisch prallen Gewaltakte bereuen, wo es sich doch gelohnt hat.“ 
Coburger Tageblatt

„'Theater wie Kino' versprechen die Macher der Kronacher Faust-Festspiele. Meist kommt - nicht zuletzt dank der unvergleichlichen Atmosphäre auf der Festung Rosenberg - etwas heraus, was weit schöner ist als Kino.“ 
Nordbayerischer Kurier, Bayreuth

„Die Faust-Festspiele bieten ebenso romantische wie vergnügliche Abende in einem ebenso romantischen wie vergnüglichen Städtchen.“
Welt am Sonntag

„Von Bayreuth bis Oberammergau - 'BILD' stellt die zwölf schönsten Kultur-Festivals vor: Die Kronacher Theatermacher haben ihre Idee behauptet - Klassiker im Spielfilmformat.“ 
BILD, München

„Goethe und Co. als pralle Volksstücke.“ 
Leipziger Volkszeitung

„Einen Theaterzauber der ganz besonderen Art bekommt man in dem malerischen Städtchen Kronach geboten. Hoch oben auf einer mittelalterlichen Burg werden dem Publikum die größten Klassiker der Weltliteratur als leicht verständliches Theater nahe gebracht. Großes Welttheater in seiner leichtesten Form.“ 
Das goldene Blatt

„Für Leistner zählt nur das klassische Repertoire. Und der Anspruch des Intendanten ist hoch. Gute Unterhaltung und klare Verständlichkeit sind oberstes Gebot. So werden die Meisterwerke zwar frech gekürzt, aber keineswegs zerschlagen.“ 
Westfalen-Blatt

„Ein atemberaubender Rahmen mit der Festung Rosenberg, Tragödie und Komödie zugleich und ein Ensemble spielbegeisterter Schauspielerinnen und Schauspieler - all das können Sie im Kronacher Freilichttheater erleben.“ 
Abendzeitung, München

 

Tatsächlich haben die „Faust-Festspiele Kronach“ bis zu ihrem Ende 2015 prächtig funktioniert. Die Festspiele haben 1995 als Experiment begonnen. Im ersten Jahr - mit einer sehr kleinen Tribüne und nur elf Aufführungen - kamen 4000 Zuschauer. Damals ein überraschender Erfolg. Leistner hat daraufhin mit dem damaligen Bürgermeister der Stadt Kronach, dem gebürtigen Pegnitzer Manfred Raum, vereinbart, dass die Festspiele vergrößert und professionalisiert werden dürfen, allerdings unter der Bedingung, dass die Stadt keinen Verlust machen dürfe. Das heißt, die externen Kosten mussten immer wieder eingespielt werden. Offiziell wurden die Festspiele in den Tourismusbetrieb der Stadt Kronach eingegliedert.

In den 90er Jahren wurden die Festspiele kontinuierlich erweitert. Die Tribüne wurde vergrößert und die Spielzeit verlängert. In den Kronacher Festjahren 2002 (Landesgartenschau) und 2003 (1000-jähriges Jubiläum der Stadt) erreichten die Festspiele ihre absoluten Besucher-Rekorde. In diesen beiden Jahren kamen jeweils 17000 Zuschauer zu den Festspielen auf der Festung Rosenberg.

Von 2004 bis 2010 schwankten die Verkaufszahlen (ausschließlich verkaufte Karten - keine Freikarten!) bei immer etwa dreißig Aufführungen pro Sommer und einer 700 Personen fassenden Tribüne zwischen 14000 und 15000 Zuschauern. In den Jahren 2011 und 2012 sanken sie unter 12000, stiegen jedoch in den Jahren 2013 bis 2015 wieder auf rund 13000 Zuschauer an.



IMGP3439Schon vor dem Ende im Herbst 2015 waren sich Intendant Daniel Leistner und seine Vorgesetzte, die Leiterin des Tourismus- und Veranstaltungsbetriebes der Stadt Kronach, über den weiteren Kurs der Festspiele uneins. Leistner war mit der städtischen Vermarktung der Festspiele unzufrieden, die Leiterin des Tourismusbetriebes hingegen war unzufrieden mit Leistners Konzept und verlangte, dass die Festspiele sich in Zukunft neu orientieren sollten: Weniger Volkstheater, moderne Stücke, Vorträge, theaterpädagogische Angebote.

Außerdem forderte die Leiterin des Tourismusbetriebes, dass fast nur noch Profi-Schauspieler von außerhalb spielen dürfen, kaum mehr einheimische Amateure. Die ehrenamtlichen Helfer und gerade die Amateurschauspieler waren jedoch ein wichtiger Faktor in Leistners Theater-Konstruktion, denn durch das Ehrenamt konnte er nicht nur die Kosten niedrig halten, er verankerte das Theater auch in den Herzen der Bevölkerung. Die Kronacher Amateure, Statisten und ehrenamtlichen Mitarbeiter, die Leistner zusammen mit den Profis agieren ließ, waren das Fundament, auf dem sein Theater-Konstrukt ruhte. Und sie waren es auch, die für eine stets entspannte und fröhliche Arbeitsatmosphäre sorgten. Leistner wollte auf seine Amateure nicht verzichten und befürchtete außerdem erhebliche Mehrkosten für die Stadt, wenn sein Konstrukt zerschlagen werden würde.

Die Leiterin des Tourismusbetriebes wollte Leistners Ansicht nicht folgen und konnte die Verantwortlichen der Stadt von ihrem Konzept überzeugen. Da Leistner sich nicht in der Lage sah, diesen neuen Kurs mitzugehen, wurde sein Vertrag als Intendant der Festspiele nicht verlängert und die Stadt Kronach trennte sich von ihm. Überraschend war, dass man im Zuge der Umstrukturierung der Festspiele sogar den Namen geändert hat. Die „Faust-Festspiele Kronach“ gibt es nicht mehr. Seit dem Herbst 2015 heißen die neuen Kronacher Festspiele, „Rosenberg-Festspiele“. Die Gesamtleitung der neuen Festspiele hat die Leiterin des Tourismusbetriebes der Stadt Kronach selbst übernommen.

 


Die Faust-Festspiele gehen weiter!

Von 1995 bis 2015 - 20 Jahre lang - gab es die „Faust-Festspiele“ in Kronach. Ab 2016 laufen die „Faust-Festspiele“ jetzt in Pegnitz! Und sie werden wie gewohnt volksnah, verständlich und unterhaltsam sein! Frech, fröhlich, fränkisch, frei! Theater wie Kino! Die großen Klassiker volksnah! Und Daniel Leistners „Faust“-Inszenierung läuft auch weiter, seit 1995, jedes Jahr, ohne Unterbrechung!